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Begegnung mit Mitarbeitern und Ehrenamtlichen

Bischof zu Besuch im Hospiz

Bei seinem mehr als dreistündigen Besuch am späten Nachmittag des 08.11.2017 im Hospiz Villa Auguste überzeugte sich der Bischof des Bistums Dresden-Meißen, Bischof Heinrich Timmerevers, vom hohen Standard der Pfege und würdigte das große Engagement der Mitarbeiter und Ehrenamtlichen.

Auf Einladung der Geschäftsführerin des Hospiz, Sr. Beatrix Lewe, traf sich der Bischof zu einer Gesprächsrunde mit den Gesellschaftern der gGmbH, den neu gewählten Mitgliedern des Vorstandes der Stiftung sowie Mitarbeitern und Ehrenamtlichen des Hospizes. 

Ein Rundgang durch das Hospiz vermittelte dem Gast die Atmosphäre des Hauses, die ganz auf die Bewohner, die Schwerstkranken und Sterbenden, ausgerichtet ist.

Gerade weil die wenigsten der Mitarbeiter und Ehrenamtlichen Katholiken, nur manche evangelische Christen sind, und die Anderen eher wenig Bezug zu Kirche haben, war der Besuch des katholischen Bischofs eine große Anerkennung.  

 

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Sommerfest im Hospizgarten

Tolle Stimmung und bomben Wetter

Irgendwie waren alle gut trauf: die Bewohner mit ihren Angehörigen und Freunden, die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen sowie unsere Unterstützer und auch die Nachbarn. Unser Schirmpaar Dr. Maria und Berthold Goerdeler waren extra aus München angereist. Das Sommerfest im Hospizgarten wollte sich keiner entgehen lassen.

Es war wohl nicht nur das tolle Wetter, dass diesmal so viele gekommen sind, vielmehr die in jedem Jahr so lockere und frohmachende Atmosphäre unter Gleichgesinnten. Und auch der kulturelle Teil des Festes hat wesentlich dazu beigetragen. So der Gesang von Mitgliedern des MDR Rundfunkchores, die Klezmermusik von "Rozhinkes" und die Posaunen vom Kirchspiel im Leipziger Osten. Dazu noch Gegrilltes und Getränke sowie wieder ein reichhaltiges Büfett von "kulinarischen Mitbringseln" der Sommerfestgäste. 

Die Freude war riesengroß, als die Leipziger Rotary Clubs, die Veranstalter des Weihnachtsmarkt-Glühweinstandes, den dort erzielten Erlös von 5.400 EURO übergaben.

Mit der Kamera festgehalten

Das Sommerfest in Bildern

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Das Dankschreiben für unsere Spende

Große Freude in Miralovce

Unsere Betten sind in Miralovce, Slowakische Republik angekommen. Im Schreiben bedankt sich die Hospizleiterin, PhDr. Zlatusa Popadakova, im Namen ihrer Mitarbeiter "für das großzügige Geschenk" .

Weiter heißt es: "Die Betten haben wir am 10.06.2017 erhalten. Montag, den 12.06.2017, haben wir sie in die Zimmer unseres Hospizes verbracht, wo es wirklich dringend war. Mit diesem großen Geschenk haben Sie die Lebensqualität unserer bettlägerigen Patienten außerordentlich gesteigert.

Wir sind für Ihre humanitäre Hilfe sehr dankbar und möchten Ihnen hiermit ein großes Dankeschön aussprechen.

Wir wünschen Ihnen viel Gesundheit, persönlichen und Arbeitserfolg und nochmals herzlichen Dank."

 

 

Autor des Videos Reimund Meincke, Krefeld

Die Bettenaktion in Bildern

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12 Betten: neue für uns - die brauchbaren nach Miralovce

Große Bettenaktion mit vielen Helfern

Die Idee kam ganz spontan, als Karin Meincke aus Krefeld bei einem Besuch in der Villa Auguste erfuhr, dass das Hospiz demnächst zwölf neue Betten erhält.

Viele Spender haben dafür die Voraussetzung geschaffen, u. a. hat auch der Schirmherr der Stiftung Villa Auguste Hospiz Leipzig, Bertold Goerdeler, einen großzügigen Spender gewinnen können.

Nur zwei Wochen nach dem Besuch war es soweit. Und die Idee, die alten noch intakten Betten für ein Krankenhaus in Miralovce, Slowakische Republik, zu spenden, konnte umgesetzt werden.

Am 9. Juni, Punkt 8 Uhr, stand der 20 Meter lange Lkw in der Kommandant-Prendel-Allee vor der Tür, der die zwölf neuen Pflegebetten mit Matratzen vom Produzenten fertig montiert anlieferte. Dazu gehörten zwölf Nachtschränkchen mit eingebautem Kühlschrank. Jetzt galt es, alles abzuladen, die Verpackung zu entfernen und die Motoren anzuschließen. Dann wurden die Betten desinfiziert und zu den Bewohnerzimmern gebracht. Viele Hände packten mit zu, um die Umbettung für die Bewohner so sachte wie nur möglich zu gestalten.

Die Parkfläche des Lkw vor dem Haus nahm bereits zwei Stunden später ein nur teilweise beladener Sattelschlepper mit Fahrziel Slowakei ein. Den hatte Frau Meincke organisiert, wie schon eine Vielzahl ähnlicher Transporte nach Miralovce. Sie brachte an diesem Tag auch ihren Ehemann mit nach Leipzig, der, von Beruf Kameramann und Produzent, die Bettenaktion filmte. Das Video und Fotos vom Bettentausch auf der nächsten Seite.

Und wieder fassten alle mit an, um die alten Betten, Matratzen und Nachttischchen für den Transport bereitzustellen, sie aufzuladen und auf der Ladefläche zu sichern. Bei den mehr als 20 Helfern bedankten sich die Leiterin des Hospiz, Sr. Beatrix Lewe, und ihr Pflegedienstleiter Torsten Mros und zeigten hoch zufrieden. Aber auch Kraftfahrer Ladislav sah man die Freude an, diese große Spende in seine Heimat bringen zu dürfen.

 

15 Jahre Engagement für Schwerstkranke und Sterbende

Geburtstagsfeier des Hospiz

Auf den Tage genau, am 1. Februar 2017, feierten die Mitarbeiter des Hospiz Villa Auguste das 15-jährige Bestehen der Einrichtung. Neben dem Team des stationären Hospiz, dem Brückenteam und Ehrenamtlichen waren auch Vertreter der Gesellschafter, der Stiftung und des Hospizvereins gekommen. Besonders herzlich wurden die Mitbegründerin des Hospiz, Prof. Dr. med. Helga Schwenke, und der Schirmherr der Stiftung, Berthold Goerdeler, begrüßt.

Die Geschichte der 15 Jahre vermittelte den Gästen ein fotoreicher Rückblick von Sr. Beatrix, unterstützt von Dr. Martin Kamprad und Tobias Wilzki. Nach der Stärkung am köstlichen und reichhaltigen Büfett, u. a. mit Antipasti und zweierlei Lachs, mit Schweinefilet und Steinpilzravioli sowie allerlei Süßem, der Höhepunkt des Abends. Der Auftritt von Kabarettist Gunter Böhnke. Sein sächsischer Humor, seine Limericks und sein Blödsinn rissen alle mit, ob Heimische oder Zugereiste. Nicht weniger stimmungsvoll war die musikalische Begleitung des Abends durch die vier Damen mit ihren Saxofonen, das SAXonia Quartett.

Fotos (Ulrike Nieß) von der Feier in der "Alten Schlosserei":

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An Freunde, Förderer und Unterstützer  

Weihnachtspost

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Musikstudenten aus der Ev. Koreanischen Gemeinde Leipzig

Festliches Konzert im Advent

Koreaner

Winterzauber2016aktuell

Sommer wie Winter

Dachterrasse der Villa umgebaut

Dachterrasse Foto

Ein Teil der bisher nur bei gutem Wetter im Sommer zu nutzende Terrasse erhielt einen Aufbau und wurde verglast. Heizung und rollstuhlgerechte Türen wurden eingebaut, Tische und Stühle angeschafft.

In der mehrmonatigen Bauzeit mussten die Handwerker verschiedener Gewerke so manche Hindernissen überwinden.

Jetzt aber freuen sich Bewohner und Pflegekräfte über den neu geschaffenen Raum, der auch in diesen Tagen vor Regen und all zu viel Sonne schützt.

 

Zwei Veranstaltungen zum Kongress

Diskussion und Tag der offenen Tür

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin veranstaltet ihren elften Kongress vom 07. bis 10.09.2016 in Leipzig. Er wird begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm im September, an dem sich das stationäre Hospiz mit zwei Veranstaltungen beteiligt.

5. September, 18.30 Uhr

Ananke Bestattungen, Nürnberger Str. 7, 04107 Leipzig

Eine Disskussions- und Fragerunde zum Thema "Wer führt Regie am Lebensende?" mit Experten zu Möglichkeiten und Grenzen in der letzten Lebensphase und den Lebensübergängen. Gäste sind: Pfarrerin Britta Taddiken, Thomaskirche Leipzig, Dr. med. Mechthild Szymanowski, Palliativärztin Brückenteam am Hospiz Villa Auguste, Hedwig Portner, Geschäftsführerin "Ananke Bestattungen", Stefanie Lenger-Schmal, betroffene Angehörige, und Tobias Wilzki, Koordinator Brückenteam am Hospiz Villa Auguste.

 

10. September, 10 Uhr bis 15 Uhr

Hospiz Villa Auguste, Kommandant-Prendel-Allee 106, 04299 Leipzig

Das Hospiz öffnet seine Türen für alle Besucher und lädt ein zu Hausführungen sowie Gesprächen mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Zudem informiert ein Film über die Arbeit im Hospiz. Das Café im neuen Wintergarten und eine Fotoausstellung sind zu besichtigen.

Tolle Stimmung im Garten der Villa Auguste

Sommerfest mit Musik und Spenden

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BKK Tagung zum neuen Hospiz- und Palliativgesetz

Sr. Beatrix als Referentin geladen

Das Hospiz- und Palliativgesetz hat die Versorgung von Patienten am Ende ihres Lebens verbessert. Dafür gaben Experten auf dem BKK-Tag des BKK-Landesver­bandes Mitte am 02.06.2016 in Berlin Beispiele.

Um vor allem über konkrete Beispiele aus der täglichen Arbeit im Hospiz zu berichten, war Sr. Beatrix Lewe geladene Referentin. „Mit dem Gesetz haben wir durchge­at­met: Jetzt werden 95 Prozent unserer Kosten über Tagessätze refinanziert“, äußerte sie und wieß darauf hin, dass vor der Verabschiedung des Gesetzes im vergangenen November die Krankenkassen nur 90 Prozent der Kosten von Erwachsenenhospizen getragen haben.

Mit dem Hospiz- und Palliativgesetz wurde unter anderem der Paragraf 132g neu ins Sozialgesetzbuch V aufgenommen, war eine wesentliche Aussage auf der Tagung. Danach können Pflegeeinrichtungen ihren Bewoh­nern eine gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase anbieten. Den Menschen sollen dabei Hilfen und Angebote der Sterbebegleitung aufgezeigt werden. 

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Hoher Besuch zum Katholikentag

Minister Gröhe zu Gast im Hospiz

Als Teilnehmer des Podiums "Pflege ist kein Kinderspiel" auf dem 100. Deutschen Katholikentag weilte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (Mitte) in Leipzig. Am 27. Mai 2016 fand er Zeit, um unser Hospiz Villa Auguste zu besuchen.

Sein zweistündiger Besuch war angekündigt, so dass ihm kompetente Gesprächspartner empfingen: das Schirmpaar Bertold und Dr. Maria Goerdeler, die Stiftungsvorsitzende Ulrike Nieß, Geschäftsführerin und Leiterin der Villa Auguste Sr. Beatrix Lewe, Stiftungsbeirat Dieter Blaßkiewitz und die Ehrenvorsitzende des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes Gerda Graf (v.l.n.r.).

Auf seiner facebook-Seite wertete Minister Gröhe seinen Besuch als offenes und persönliches Gespräch. "Eine beeindruckende Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ein starkes ehrenamtliches Engagement", so sein gewonnener Eindruck.

H. Gröhe

Ein ereignisreicher Sonnabend

Gartenarbeit und Gäste aus Berlin

Am Sonnabend, 24. April, war viel los in der Villa Auguste. Mitglieder von den Leipziger Rotarischen Clubs "Alte Börse" und "Herbst '89" sind zu ihrem "Hands on" in den Garten der Villa Auguste gekommen. Große und kleine Hände haben geholfen, den Hospizgarten in Frühlingszauber zu versetzen. Beete wurden gesäubert und viele Frühlingsboten gepflanzt, Bäume und Hecken beschnitten sowie die Wege und der Springbrunnen gereinigt. 

Hands on 2016Und oben im "Wohnzimmer" informierten sich 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Diakonie-Hospiz Lichenberg aus Berlin über die Arbeit ihrer Leipziger Kollegen. Nach einem Rundgang durchs Haus und gut bewirtet mit Kartoffelsalat und Würstchen setzten sie ihren Leipzig-Besuch im Panometer fort.

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Kunst im Hospiz

Neue Fotoausstellung "Augenblicke" - Fotos von Ulrike Nieß

Fotoausstellung

Schüler und Azubis erlaufen Spende für Villa Auguste

Sponsorenlauf des BSZ 1

Schulfrei im Beruflichen Schulzentrums 1 der Stadt Leipzig (BSZ 1) am 22. September 2015 zum Sponsorenlauf der Schüler und Azubis für einen guten Zweck. Auch die Lehrer sind mitgelaufen.

Insgesamt haben 706 Läufer in jeweils 20 Minuten zusammen 5.029 Sportplatzrunden gedreht. Gemeinsam mit anderen Sponsoren wurde somit eine Summe von über 12.000 € erlaufen. "Dieses Ergebnis hat uns glatt umgehauen", so der Veranstalter.

40 Prozent dieser Summe erhält das Hospiz Villa Auguste.

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BuFDI Grünhaar

Zwölf Monate lang, bis in den August 2015, hatte das Hospiz Villa Auguste eine fleißige Helferin mehr, gestellt durch den Bundesfrei-willigendienst. Dieser Dienst - deren Freiwillige liebevoll BuFDi ge-nannt werden - ist 2011 als Initiative zur freiwilligen, gemein-nützigen und unentgeldlichen Arbeit in Deutschland eingeführt worden, als Reaktion auf die Aussetzung der Wehrpflicht und damit auch des Zivildienstes. Er ergänzt die Freiwilligendienste "Freiwilliges Soziales Jahr" und "Freiwilliges Ökologisches Jahr". An ihrem letzten Arbeitstag in der Villa Auguste hat die aus dem Schwarzwald stammende 19-jährige BufDi Franziska Roth auf ihren Einsatz zurück geblickt.

 

1. Warum haben Sie sich für einen Freiwilligendienst im Hospiz entschieden?

Franziska: Ich möchte Psychologie studieren und danach im Bereich der psychosozialen Betreuung arbeiten. Nach dem Abi und vor dem Studienbeginn wollte ich jedoch testen, ob ich mich wirklich für die Hospiz-Arbeit eigne. Obwohl ich bereits bei einem freiwilligen Praktikum in den Sommerferien mit Kindern gearbeitet habe, denen Geschwister verstorben sind, war ich mir nicht sicher.

Auch wollte ich den Alltag in einem Hospiz kennen lernen. Denn in der Theorie interessiere ich mich besonders für die RAI-Therapie, die in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpfleger nicht den Pflegeaufwand misst, sondern den Pflegebedarf. Dies ermöglicht folglich die Erstellung eines Pflegeplans, der tatsächlich auf den individuellen Pflege bedarf abgestimmt ist. Wie sieht es in der Praxis aus, war meine Frage.

 

2. Sollte es von Anfang an die Villa Auguste sein?

Franziska: Ich wollte nach Leipzig, weil das Leben als Student, als junger Mensch hier bezahlbar ist. Schließlich leiste ich mir von meiner derzeitigen Vergütung eine eigene Wohnung, muss nicht in eine WG. In der Villa Auguste habe ich mich selbst beworben. Schon bei meinen ersten Telefonaten und danach beim Bewerbungsgespräch habe ich die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Teams gespürt. Ich war froh und glücklich, dass ich genommen wurde.

Durch den Einsatz in der Villa Auguste wollte ich herausfinden, ob ich für die Bezugspflege geeignet und dem Arbeitsrhythmus im Hospiz gewachsen bin. Wollte aber auch die Möglichkeit haben, mich einzubringen und zu helfen. Ich wollte meine  Empathie stärken, wollte erkennen ob ich in der Lage bin, mich freizumachen von Vorurteilen.

 

3. Wie sind die zwölf Monate Dienst im Hospiz verlaufen?

Franziska: Viele, ja fast alle von meinen Wünschen sind erfüllt worden. Ich habe viele Einblicke in die Abläufe im Hospiz erhalten, wofür ich sehr dankbar bin. Das Pflegeteam hat mir von Anfang an vermittelt, dass ich gebraucht werde und dass meine Hilfe anerkannt wird. Ich wurde als Kollegin aufgenommen.

Von den Bewohnern erhielt ich sehr oft tiefen Einblick in ihre Lebensgeschichte, in ihre Ängste, in ihrer Bedürfnisse. So habe ich gelernt, feinfühlig zu reagieren. Ich habe gelernt, die Fähigkeit und Bereitschaft zu entwickeln, Gedanken Emotionen und Motive der Bewohner zu erkennen und zu verstehen.

Der Anfang jedoch war sehr schwer für mich; denn ich war sehr unsicher. Zu Beginn war ich ausschließlich in der Hauswirtschaft tätig, habe beispielsweise das Essen ausgetragen. Bei der Bezugspflege bin ich immer so mitgelaufen, war noch sehr unbefangen beim Umgang mit den Bewohnern. Mit der Zeit habe ich mir vieles vom Pflegepersonal abgeschaut, wurde selbst sicherer, und ich durfte so bei der Pflege mithelfen. Zunehmend habe ich erkannt, dass es bei der Arbeit mit den Bewohnern sehr viel auf das Beobachten ankommt. Das, so glaube ich, habe ich gelernt.

 

BuFDi Franziska

 

4. Was hat Ihnen die Arbeit in der Villa Auguste gegeben?

Franziska: Vor allem habe ich in den zwölf Monaten gelernt, dass jeder Mensch sehr individuell ist und dass das Sterben genauso individuell ist. Mir wurde bewusst und ich war fasziniert, wie man lebt so stirbt man auch.

Ich habe gelernt, den Tod zu akzeptieren. Habe gesehen, dass die meisten Menschen Angst vor dem Sterben, nicht aber vor dem Tod haben und dass eine gute Pflege und gute Behandlung das Sterben leichter machen kann. Das habe ich erlebt!

Selbst habe ich jetzt eine offenere Einstellung zum Leben gefunden, kann das Leben jetzt bewusster genießen. Jugendliche meines Alters glauben oft, das Leben ist unsterblich und Handeln danach.

Oft wurde ich mit Schwester Franzi angesprochen, obwohl ich doch nur die Freiwillige vom BuFDi war. Eine schönste Selbstbestätigung für mich, und ich glaube, in der kurzen Zeit hier im Hospiz etwas mitgeholfen zu haben, dass es allen besser geht.

 

5. War die Entscheidung richtig?

Franziska: Meine Entscheidung, für das Praktikum im Hospiz war richtig. Denn ich habe viel mehr gelernt als zu Beginn erwartet. Was ich mir am Anfang vorgenommen habe, mit Menschen feinfühliger zu kommunizieren, gelingt mir jetzt.

Die Schichtarbeit jedoch hat meinen ganzen Lebensrhythmus verändert. Die Freizeit ist irgendwie weniger geworden. Ich bin einfach sehr selten zum Bücherlesen gekommen.

 

6. An welches Erlebnis erinnern Sie sich besonders gern?

Franziska: Das Schönste für mich war, wenn ich jemanden eine Freude bereiten konnte. Und wenn es nur ein kleiner Eisbecher an einem warmen Tag war. Der hat dann ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, was ich gar nicht erwartet hatte.

Meine Geschichte: Ich hatte lange Zeit hier in der Villa Auguste grüne Haare. Eine Bewohnerin nannte mich deshalb immer „Frau Grünhaar“. Ihre Enkelin hatte auch bunte Haare. Eines Tages hatte diese den Auftrag, für mich grüne Haarfarbe mitzubringen. Als die Bewohnerin mir dann die Haarfarbe schenkte, hatte sie solch ein frohes Lächeln auf dem Gesicht. Dieses Lächeln und die Geste werde ich nie vergessen. Und von dieser Bewohnerin habe ich mir vieles ab geguckt. Vor allem, wie liebenswürdig und freundlich sie zu allen anderen Bewohnern war, obwohl sie doch selbst sehr gelitten hat.    

 

7. Was würden Sie Ihrer Nachfolgerin empfehlen?

Franziska: Meiner Nachfolgerin in der Villa Auguste würde ich das Motto empfehlen: Ein Jahr anders leben. Also einmal etwas anderes machen, vor dem Studium einmal den Arbeitsalltag erleben.

Man muss auch nicht einer Kirche angehören, um in der Villa Auguste mitzuarbeiten. Das war bei mir auch keine Voraussetzung.

Mein Rat ist, das Jahr auf sich zukommen lassen. Weil sich in der Zeit viel entwickeln wird, man sehr viel lernen wird. Erst am Ende des Jahres wird man ticken, wie viel man dazu gelernt hat. Man wird feststellen, dass man nicht mehr die Selbe ist. Denn in meinem Jahr habe ich menschlich so viel gelernt, wie in meiner ganzen Schulzeit zuvor nicht.

 

7. Wie geht es jetzt persönlich weiter?

Franziska: Mein Psychologiestudium beginnt ab 1. Oktober dieses Jahres. Vielleicht klappt es mit dem Studienplatz in Leipzig oder auch in Halle. In jedem Fall aber bleibe ich in Leipzig wohnen. Denn während des Studiums möchte ich hier im Hospiz Villa Auguste als Minijoberin arbeiten.

Impressionen aus dem Garten der Villa Auguste

Sommerfest 2015     

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Frühjahrsputz im Villa Garten

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Schon zum vierten Mal trafen sich Mitglieder der Leipziger Rotarischen Clubs "Alte Börse" und "Herbst '89" zum Frühjahrsputz im Garten der Villa Auguste. Am 21. März 2015 wurden Bäume und Hecken beschnitten, Wege und der Springbrunnen gereinigt, die Beete gesäubert und viele Frühlingsboten gepflanzt. Frisch lackierte Bänke und Stühle warten jetzt darauf, dass das Wetter es den Bewohner, ihren Angehörigen und Gästen erlaubt, all das Neue zu genießen.

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Ab 1. März 2015

Neue Pflegedienstleiterin

Antje Oesch, die neue Pflegedienstleiterin des Hospiz Villa Auguste, hat ihren Dienst angetreten.

Hier eine kurze Biographie.

Antje Oesch wurde 1964 in Bad Berleburg geboren. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie auf verschiedenen Bauernhöfen, die von Ihren Eltern als Ausbildungshöfe für biologisch-dynamische Landwirtschaft geführt wurden, davon die letzten zwölf Jahre im Pestalozzi-Kinderdorf Wahlwies am Bodensee. Zur großen Familie gehörten neben den eigenen fünf Geschwistern stets weitere Pflegekinder.

Die Ausbildung zur Krankenschwester absolvierte Frau Oesch 1988 am Städtischen Krankenhaus Friedrichshafen am Bodensee und arbeitete dort bis 1991 im kardiologisch-onkologischen Schwerpunkt. Anlässlich der Einschulung des ältesten Sohnes wechselte sie an das Städtische Krankenhaus Überlingen am Bodensee auf eine Internistische Station.

1996 zog die Familie nach Leipzig. Seit 1997 arbeitet Frau Oesch im Klinikum Sankt Georg Leipzig in verschiedenen Funktionen, davon zehn Jahre auf der Interdisziplinären Intensivstation und sechs Jahre als Pflegedienstleitung der Abteilung für Stationäre Geriatrische Rehabilitation. In dieser Zeit absolvierte sie u. a. die Weiterbildung  zur Fachschwester für Anästhesie- und Intensivmedizin, engagierte sich als Weiterbildungsbeauftragte für die ständige Qualifizierung des Pflegedienstes und schloss die Fachweiterbildung für Leitungstätigkeiten in der Pflege erfolgreich ab. Es folgten Stationen im Aufnahmemanagement und im Herzkatheter Labor. Zuletzt leitete Frau Oesch eine uroonkologische Station.

Aufgrund der persönlichen Erfahrungen in der Familie sowie im bisherigen Berufsleben entstand ein zunehmender innerer Wunsch, angesichts der stetigen Entwicklung zur Hochleistungsmedizin auch der aktiven Gestaltung der letzten Lebensphase angemessenen Raum, qualifizierte Betreuung und liebevolle Aufmerksamkeit zu geben. Aus diesem Impuls folgten die Weiterbildung in der geriatrischen sowie palliativmedizinischen Pflege und die Hinwendung zu Palliativmedizin und Hospizbewegung.

Frau Oesch ist aktives Mitglied des Gesangensembles Vox Humana Leipzig, liebt Reisen in andere Länder und Kulturen sowie das Wandern und Skifahren im Gebirge.

14.12.2014 - 18:00 Uhr - offen für alle

Erinnerung an unsere verstorbenen Kinder

thumb 2014-14-14-gedenktagWeltweiter Gedenktag
Gedenkfeier in St. Nikolai Leipzig
offen für alle

Sabine Kadhum: »Unterwegs Im Garten der Seele«

Ausstellung bis Herbst 2014

2014-04-04-ausstellungsmotiv-kadhumDurch die Leuchtkraft der Farben wird der Betrachter eingeladen sich hinein zu versenken und treiben zu lassen.  Sabine Kadhum hat mit dieser Papierbatik-Technik ihren eigenen Schaffensprozess gefunden.

Neues Faltblatt Villa Auguste Leipzig

Infos zum StationärenHospiz

2014-01-Faltblatt-Hospiz-Leipzig"Ein guter Ort. Ein Ort, wo Sie Begegnungen erfahren mit Respekt, Offenheit und Wahrhaftigkeit. Ein Ort, an dem Sie multi­professionell, unter Beachtung Ihrer physischen, psychischen, sozialen und seelsorgerlichen Bedürfnisse, betreut werden. Ein Ort, an dem Sie, Ihre Angehörigen und Freunde mit besonderer Achtsamkeit Begleitung erfahren. Ein Ort, an dem ein Leben im Sterben gelingen kann."

Neues Faltblat zum Stationären Hospiz  (1,4 MB) mit kompakten Infos zum Hospiz Villa Auguste Leipzig.

Modernisierung vom 31.7.2013 – 1.10.2013

Versprochen – und gehalten.

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Am 1. Oktober 2013 sind die gründlichen Renovierungsarbeiten in der Villa Auguste abgeschlossen. Für alle Bewohner und Gäste erstrahlt das Hospiz nun in neuem Glanz. Sie ziehen ab sofort wieder in die restaurierten Räume der Kommandant-Prendel-Allee 106 in Leipzig Stötteritz.

Sponsorenlauf und Scheckübergabe des Beruflichen Schulzentrums 1

Schüler erliefen 2.277 Euro für die Stiftung.

2013-spendenlaufIm November 2012 fand bei sehr widrigen, nasskalten Witterungsbedingungen der traditionelle Sponsorenlauf des Beruflichen Schulzentrums 1 Leipzig (Wirtschaft und Verwaltung) statt. Rund 700 Schüler und Auszubildende des beruflichen Schulzentrums haben mit Hilfe von persönlichen Sponsoren 2.277 €für die Stiftung Villa Auguste Hospiz Leipzig gesammelt.